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Blogger-Interview + Rezept: veganes, gesundes Schokomousse

Die liebe Stephanie lebt vegan und teilt auf veganleak ihre leckeren, gesunden Rezepte ohne tierische Produkte. Im blogg.de-Interview verrät sie, warum sie nicht nur auf Fleisch und Fisch sondern auch auf Eier, Milch und Honig verzichtet. Außerdem gibt sie Tipps für eine vegane Ernährung „on the road“ und zeig uns, wie wir ein veganes Schokoladenmousse zubereiten können, das im Gegensatz zur herkömmlichen Variante aus lauter unbedenklichen Zutaten besteht. Ohne Reue schlemmen!

blogg.de: „Die Frage aller Fragen, die viele Interessiert, die meisten Veganer aber nicht mehr hören können – und trotzdem stellen wir sie: Warum ernährst Du Dich vegan?“

Stephanie: „’Lach‘, na das fängt ja gut an … Aber da mir diese Frage heute tatsächlich noch niemand gestellt hat: … Bei mir war es ein ein Prozess und kein Cut. Als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war (von 17 Jahren) habe ich einen heftigen Fleischekel entwickelt. Irgendie fing ich an, darüber nachzudenken und habe weiterhin kein Fleisch gegessen. Aber Fisch! Das fand ich den Fischen gegenüber aber blöd und habe dann auf die auch verzichtet! Durch meinen Sohn, den ich natürlich BESONDERS GUT ernähren wollte, bin ich obendrein zur Vollwerternährung gekommen.
Nun, ich gebe (als Heilpraktikerin) seit etwa 8 Jahren zweimal jährlich Fastenund Ernährungskurse über 3 Wochen. In dieser Zeit setze auch ich mich sehr stark (stärker noch als sonst) mit der Ernährung auseinander. Da lag es wohl nah, irgendwann (vor etwa 3,5 Jahren) vegan zu werden. Die (ich nenne es jetzt mal so) Ernährungs’optimierung‘ läuft bei mir Phasenweise, so ‚erleide‘ ich auch keine Rückfälle und bleibe fröhlich und authentisch. Zur Zeit arbeite ich dran, noch mehr Rohkost einzubauen und weniger Gluten zu essen.“

blogg.de: „Wie funktioniert die vegane Ernährung außerhalb der eigenen Küche? Musst Du viele Abstriche machen und dich ins Kreuzverhör von Nicht-Veganern begeben?“

Stephanie: „Ich habe ja das Glück, dass vegan gerade voll ‚hip‘ ist und mir die meisten Menschen eher mit Ehrfurcht (‚Daaas könnt ich niiiieee‘) entgegentreten. Oftmals kommen auch da die gleichen Fragen, wie ‚Und wie kommst Du an Dein Calcium/B12 …?‘, ‚Hast Du nicht den ganzen Tag hunger?‘, ‚Was kann man denn da noch essen?‘ Leider ist durch die Erziehung und Werbung der 50′- 80’ger Jahre noch viel ‚Mist‘ bei dem Menschen im Kopf (‚die Milch machts‘) und das ist schwer rauszukriegen und man erntet Kommentare, wie ‚Na, ich weiß ja nicht‘. Ich merke jedoch, dass man die Menschen mit Humor, Offenheit, Verständnis und ohne erhobenem dogmatischen Zeigefinger eher dazu animieren kann, das ein oder andere zu probieren – Obwohl … Es tut mir schon teils weh, zu sehen, wie unbedacht und in welchen Massen, Menschen tierische Produkte essen. Letztens war ich in einem doch recht fleischlastigem Restaurant mit meinen Kids! Da habe ich dann eine Backkartoffel mit Olivenöl und einen Salat gegessen. Der ‚Burner‘ war es nicht aber satt war ich trotzdem. Ein wenig Verzicht im Alltag schadet ja nicht.“

blogg.de: „Wie meisterst Du die Übersetzung nicht-veganer Rezepte in eine vegane Alternative?“

Stephanie: „Da ich nicht nur darauf achte, dass meine Zutaten ‚vegan‘ sondern möglichst auch ohne viele Zusatzstoffe sind, esse ich so gut wie gar keinen veganen Käse. Gerade probiere ich daran rum, Käse selbst herzustellen. Pizzakäse, Feta und Parmesan habe ich in einer wirklich tollen Qualität hinbekommen. Für Sahne nehme ich die Hafervariante, und für Eier nehme ich Sojamehl beim Backen. Ein tolles Rührei mache ich aus Tofu … Na, und Fleisch!? Also vegane Fertigsteaks und so brauche ich nicht. Für Gulasch nehme ich textauriertes Soja … Aber meist brauche ich das auch nicht. Da nehm ich lieber Hülsenfrüchte. Naja … Es dauert schon teils ein wenig, bis ich zum Beispiel eine Lasagne so veganisiert habe, dass auch Nichtveganer sie verschlingen … Erst DANN bin ich zufrieden! Meine kritischen Jungs (16 + 13) sind meine besten Testesser ;)“

blogg.de: „Warum teilst Du Deine veganen Rezepte auf einem Blog? Du könntest Sie ja genauso gut hinter verschlossener Küchentür genießen.“

Stephanie: „Gute Frage! Dann hätte ich im Alltag in jedem Falle viiiel mehr Zeit :) . Nein, im Ernst. Die Ernährungskurse haben sich immer mehr dahingehend geändert, dass es Ziel wurde, weitestgehend auf tierische Produkte zu verzichten. Den meisten Kursteilnehmern ging es so viel besser. Natürlich kam dann die oben genannte Frage ‚Was kann ich denn da noch essen?‘. Irgendwann habe ich in meinem Skript Rezepte mitgeliefert. Weiterhin lade ich gern Gäste zum Essen ein. Es macht mir Spaß auf meiner Party für 40 Personen essen vorzubereiten. Die Resonanz ist da wirklich toll und mir wurde immer gesagt ‚Du MUSST ein Kochbuch rausbringen‘ (das war noch Jahre vor dem Veganhype). Ich hatte aber keine Vorstellung davon, wie man ein Kochbuch auf die Beine stellt und bin letzten Sommer irgendwie zu der Bloggerei gekommen. Bloggen finde ich im Nachhinein auch viel dynamischer als ein Buch. Es ist toll, anderen Menschen Ideen zu liefern, Menschen, die aus dem Weg Richtung vegan sind. Ich freue mich über jedes Ei, das nicht gegessen und jeden Liter Milch, der nicht mehr getrunken wird. Das ist ein gutes Gefühl. Na, und auf meinem Blog läuft ja noch etwas mehr als nur Rezepte … Allgemeine Ernährungsthemen, Buchtipps, politisches, Produkttests … Ach, und ich hatte gerade einen ‚virtuellen Ernährungskurs‘, DAS war auch lustig :) . Ein bisschen kann ich mich darüber vielleicht auch verwirklichen … Es macht jedenfalls IRRE viel Spaß und man lernt tolle Leute kennen.“

Rezept: Mousse au Chocoavocadolat

Stephanie: „Ich sage nur: Macht es! Es geht superschnell und ist ernährungstechnisch nicht so böse wie das ‚Original‘ und schmecken tut es …. Yuuuummmmiiiii!!“

ZUTATEN
(für 4 Personen zum Nachtisch)

2 Avocados (reif bis sehr reif)
1/4 l Dinkel/Mandelmilch (oder so in der Art)
7 EL Kakaopulver
15 Datteln oder Softdatteln
1 TL gemahlene Vanille

ZUBEREITUNG

Datteln vierteln und für mehrere Stunden in der Getreidemilch einweichen (wer einen richtig, richtig guten Mixer hat, braucht das vielleicht auch gar nicht!?). Dann alle Zutaten in den Mixer geben und auf voller Stufe 40-60 Sekunden mixen bis eine cremige Masse entstanden ist. Das füllt Ihr dann in eine Schüssel und stellt sie in den Kühlschrank – Nach einer Stunde ist die Mousse schön durchgekühlt und fertig.

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  1. Fast privat … KöniginVegan auf Blogg.de | VeganLeak

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