News Ticker

Blogger-Interview + Rezept mit ‚WasDuNichtKennst‘: Zimtschnecken

Foodbloggerin Jasmin plaudert mit uns über die Vor- und Nachteile der im Trend liegenden Kochboxen, gibt hilfreiche Tipps gegen Lebensmittelverschwendung in der eigenen Küche und spricht über ihre Motivation für regelmäßige Posts auf wasdunichtkennst.de.

blogg.de: „Liebe Jasmin, Du backst und kochst auf wasdunichtkennst.de – Was kennen wir denn nicht?“

Jasmin: „Die Kombination aus wundervollen Koch- und Backrezepten, kritischen Themen und Vorstellungen von tollen Produkten rumd um die Küche und das Genießen. Zudem liest man in jedem Beitrag raus, dass ich das ganze mit Herzblut mache und meinen Leser etwas an die Hand geben möchte, womit sie etwas anfangen können. Das bedeutet Rezepte für Jedermann (auch für den kleineren Geldbeutel), schnelle Rezepte, einfache zubereitete Gerichte. Dabei soll aber jedem zwischendurch immer wieder etwas kritisch unser Konsumverhalten vor Augen geführt werden und so ein Bewusstsein für die gute und gesunde Küche zuhause geschaffen werden. Das, in dieser Form, kennt ihr noch nicht.“

blogg.de: „Eine Deiner Rubriken dreht sich um ‚Rezepte aus dem Korb‘. Wir haben hier über ein Kochbox-Angebot berichtet. Wie siehst Du die Vor- und Nachteile von Rezepten, die inklusive Zutaten ins Haus geliefert wurden? Wem empfiehlst Du diese Art zu kochen, wem rätst Du davon ab?“

Jasmin: „Die Vorteile der Kochboxen sehe ich zum einen darin, dass man bestimmt nichts für sein Rezept vergessen kann, denn es kommt ja alles direkt zum Besteller nach Hause. Auch spart man sich den Weg in den Supermarkt, gerade für Berufstätige kann das sehr oft ein wahrer Segen sein. Zum anderen lernt man auf diese Art und Weise auch Gerichte kennen und lieben, für die man sich sonst vielleicht nicht interessiert hätte.
Die Nachteile hingegen darf man auch nicht verachten. Im Regelfall sind die Kochboxen verhältnismäßig teuer – zwar stimmt sehr oft die Qualität der Produkte (Bio, Saisonal und Regional), aber dennoch befinden sich die Preise pro Gericht oft im gehobenen Preissegment. Auch darf man nicht vergessen, dass man einige Lebensmittel vielleicht nicht mag oder im schlimmsten Fall sogar allergisch darauf reagiert. Nicht immer kann man bei den Kochboxen dahingend Angaben machen und selbst bestimmen, was so gar nicht auf dem Teller landen soll. Auch ist aus Umwelttechnischen Gesichtspunkten eine Sache die man sich überlegen sollte. Muss man sich die Lebensmittel wirklich zuschicken lassen? Immer? Es hat alles seine Licht- und Schattenseiten, auch ein Kochboxen-Abo.
Prinzipiell würde ich sagen, die Mischung machts. Wenn man hin und wieder auf Kochboxen zurückgreift – gerade in stressigen Zeiten, ist es vollkommen legitim und erleichtert das Leben dann erheblich. Auf Dauer und vor allem für deinen kleineren Geldbeutel würde ich es hingegen nicht empfehlen.“

blogg.de: „Das Thema Kochen nimmt den größten Platz auf Deinem Blog ein, aber Du machst Dir auch Gedanken rund und Umwelt und Konsumverhalten. Wie kann jeder einzelne dazu Beitragen, dass weniger Lebensmittel im Küchenabfall landen?“

Jasmin: „Schön, dass auch Ihr das Thema ansprecht. Oft sind es wirklich Kleinigkeiten, die helfen, der Umwelt etwas Gutes zu tun. Damit weniger Lebensmittel im Abfall landen, reicht es meist schon, bewusst mit einem Einkaufszettel einkaufen zu gehen. Man sollte sich vorher in Ruhe überlegen, was man wirklich benötigt, was man kochen möchte und auf welche Kleinigkeiten man zwischendrin vielleicht Lust hat. Wird man im Supermarkt dann dennoch verführt, sollte man sich bewusst die Frage stellen, ob man dieses Produkt denn nun wirklich unbedingt benötigt. Falls der Kühlschrank dann doch mal zu voll ist helfen Drehteller dabei, die Übersicht zu behalten. Und Reste, die beim Kochen anfallen sollte man auf gar keinen Fall wegwerfen! Es gibt wunderbare Gerichte, um gerade halbe Paprikas, ein paar Kartoffeln, etwas Pasta und Co zu verwerten. Vielen könnte der Begriff der „OnePotPasta“ mittlerweile bekannt sein. Gerade mit Resten lassen sich tolle OnePot Gerichte zaubern. Oder auch eine Kartoffelpfanne mit Gemüse und Fleisch. Aufläufe, Reispfannen und mehr, es gibt wirklich keine Ausrede, aus Resten nichts tolles zaubern zu können.“

blogg.de: „Warum bloggst Du? Du könntest Deine Rezepte genauso gut für Dich behalten und die Köstlichkeiten ‚offline‘ genießen.“

Jasmin: „Angefangen habe ich in einer gänzlich anderen Rubrik, mehr oder weniger aus purer Langweile. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich innerhalb von zwei Jahren zum einen mein gesamtes Konzept auf den Kopf stelle und als begeisterter Foodblogger durchs Leben schreite, der mittlerweile eine wunderbare und stetig wachsende Leserschaft um sich hat. Immer wieder bekomme ich im Alltag mit, dass viele Leute weder Lust zum Kochen haben noch wirklich Kochen können. Sie greifen auf Fertiggerichte oder den Pizzalieferanten zurück, ohne zu wissen, wie einfach es doch wäre. Genau deswegen blogge ich. Ich gebe meine Rezepte meinen Lesern an die Hand und möchte ihnen das Kochen näher bringen und den Spaß daran finden lassen. Das funktioniert mit leckeren aber leicht umzusetzenden Gerichten wunderbar. Zudem ist es mir eine wahre Freude, wenn begeisterte Leser ihre Bilder von den nachgekochten Rezepten einsenden. Das bestärkt mich in dem was ich tue und lässt mich kreativ werden.“

Rezept: Zimtschnecken

ZUTATEN

300 g Butter
1 Würfel Hefe
500 g Mehl
140 g Zucker
220 ml Milch
3 Eier
1,5 EL Zimt
1 Prise Salz

ZUBEREITUNG

1. Als erstes widmen wir uns dem Hefeteig. 100g Butter werden dafür in einem Topf verflüssigt. Den Topf dann sofort vom Herd nehmen – die Butter darf keinesfalls kochen. 200ml Milch hinzugeben und gut miteinander vermengen. In die Butter-Milch-Mischung dann die Hefe reinbröseln. Die Mischung so lange mit dem Schneebesen verquirlen bis sich die Hefe komplett gelöst hat.

2. Das Mehl, zwei Esslöffel Zucker und das Salz in eine Schüssel geben. Die zwei Eier hinzugeben und alles mit der Hefemischung aufgießen. Nun müsst ihr alles gut miteinander verkneten. Ich bevorzuge bei Hefeteigen meine Hände – eine Küchenmaschine oder ein Handmixer mit Knethaken können euch diese Arbeit aber abnehmen. Formt den Teig dann zu einer Kugel, legt diese zurück in die Schüssel und deckt sie mit einem Küchentuch ab. Der Teig muss nun an einem warmen Ort für etwa 30 Minuten gehen. Meine Schüssel stand unter der etwas angewärmten Heizung und ging schön auf.

Step1, Zimtschnecken (c) wasdunichtkennst.de

Zimtschnecken-Teig (c) wasdunichtkennst.de

3. Während der Teig in Ruhe aufgeht könnt ihr euch mit der Füllung der Zimtschnecken befassen. 200g Butter, 125g Zucker und etwa 1 1/2 Esslöffel Zimt müssen gut miteinander verrührt werden. Am besten gelingt das, wenn die Butter weich ist.

3. Der Teig ist dann fertig, wenn er sein Volumen etwa verdoppelt hat. Nach etwa 30-45 Minuten sollte das der Fall sein. Rollt diesen dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig aus und bestreicht ihn großzügig mit der Füllung. Dann dein Teig einrollen und von der Rolle etwa 1,5 cm dicke Scheiben abschneiden. diese könnt ihr nun entweder liegend auf einem Backblech backen oder wie ich in einer gefetteten Springform, sodass eine Art Auflauf entsteht. Bepinselt die Zimtschnecken dann noch mit Eimilch und ab in den Ofen damit.

Zimtschnecken, hübsch gerollt (c) wasdunichtkennst.de

Zimtschnecken, hübsch gerollt (c) wasdunichtkennst.de

4. Gebacken wird das ganze im Umluftherd bei 180 Grad – ansonsten bei etwa 200 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 15-20 Minuten (hängt durchaus auch vom Ofen ab).

Zimtschnecken, frisch aus dem Ofen (c) wasdunichtkennst.de

Zimtschnecken, frisch aus dem Ofen (c) wasdunichtkennst.de

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*