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Blogger-Interview + Rezept: Katsudon

Die japanische Kultur hat es Foodbloggerin Manja besonders angetan. Auf my-little-japanese-world.blogspot.de widmet sie sich seit vier Jahren der Küche Japans, teilt aber auch Anleitungen für Gerichte aus anderen Weltteilen mit ihren Lesern. Im Interview berichtet sie u.a. über ihre Liebe zu Mangas, ihren eigenen Graphic Novel, von ihren Lieblingsgerichten aus Japan und darüber, was ihr so gar nicht geschmeckt hat.

blogg.de: „Dein Blog besteht seit 2011. Seither hat er sich gewandelt und der Fokus liegt trotz des Namens nicht mehr nur auf Japan. Warum?“

Manja: „Angefangen habe ich mit dem Bloggen bereits im Dezember 2007 über myblog. Auf dem Blog habe ich aber hauptsächlich Werbung für mein Buch gemacht. In Meiner Jugend habe ich viele Mangas gelesen und Animes geschaut und daraus entstand dann die Idee für meinen eigene Graphic Novel ‚Ein Engel für Katana‘.

Nachdem ich 2009 dann endlich selbst in Japan war und dort all die köstlichen Gerichte essen konnte, entstand die Idee, diese zu Hause selbst zu kochen, schließlich liebe ich Kochen. Da myblog aber in meinen Augen kein so schönes Bloggerportal ist, bin ich dann im September 2011 zu Blogspot gewechselt und habe so etwas komplett anderes aufgezogen – also vom Buch zum Foodblog.

Mit viel Herzblut und Liebe habe ich mir also einen Foodblog aufgebaut und designet. Anfangs sehr wohl auf das Thema Japan bedacht, koche ich heute auch deutsche Rezepte nach bzw. quer über den Kontinent. Ich versuche viele neue Sachen zu kreieren aber auch herkömmliche Sachen etwas aufzupeppen. Viele Ideen kommen, wenn ich zum Beispiel im Supermarkt durch die Reihen bzw. die Frischeabteilung laufe.  Aber nicht nur Rezepte findet man auf meinem Blog, auch einige DIY-Anleitungen, Vorstellungen japanischer Süßigkeiten, Tipps zum Anbau verschiedenerer japanischer Kräuter und Salate sowie Zubereitungen japanischer Bentoboxen.“

blogg.de: „Was hat Dich damals dazu gebracht, die japanische Küche auszuprobieren und in den Mittelpunkt Deiner Plattform zu stellen?“

Manja: „Fasziniert von einem Gericht, welches ich bei meiner Rundreise in Japan gegessen hatte, aber nicht wusste wie es hieß, machte ich mich zu Hause auf die Spurensuche. Das einzige was ich wusste waren die ungefähren Zutaten serviert auf Reis. Mit deren Hilfe fand ich schließlich heraus, dass dieses Gericht ‚Katsudon‘ hieß. Und so war die Sternstunde der japanischen Küche daheim angebrochen. Denn Katsudon musste ich natürlich unbedingt nachkochen. Dies war also mein erstes japanisches Gericht. Ich liebe es noch heute! Also die Erste Idee kam durch‘s probieren, Dank meiner Geschmacksknospen und der Erinnerung.“

blogg.de: „’Katsudon‘ hat also Deine Liebe zu japanischen Gerichten entfacht. Was verbrigt sich dahinter?“

Manja: „Seit ich aus Japan zurück bin, ist Katsudon das Gericht, welches ich neben Sushi bisher am häufigsten zubereitet habe. Es ist relativ simpel, macht satt und schmeckt mir persönlich sehr, sehr gut. Katsudon (Der Name setzt sich zusammen aus ‚Tonkatsu‘ und ‚Donburi‘) ist ein sogenanntes Donburi Gericht. ‚Donburi‘ ist eine Mahlzeit in der japanischen Küche, bei der Reis in eine Schüssel gefüllt wird und dieser anschließend mit weiteren Zutaten bedeckt wird. Bei Katsudon besteht diese ‚Decke‘ aus einem Schweineschnitzel (dem Tonkatsu) und einem halbgegartem Ei. Das Rezept habe ich Euch mitgeiefert.“

blogg.de: „Die japanische Küche hält aus westlicher Sichtweise auch eine Reihe ‚ungewöhnliche‘ Gerichte bereit. Was war das seltsamste japanische Rezept, das Du je a) gegessen und b) selbst gekocht hast?“

Manja: „a) Das war auf jedem Fall Nattō!!! Selbst im Dschungelcamp gab es diese Bohnen schon als „Ekelessen“, dabei  ist Nattō ein traditionelles japanisches Lebensmittel.  Es besteht aus fermentierten Sojabohnen, diese ziehen lange, schleimige, nicht appetitlich aussehende Fäden, wenn man Sie mit den Stäbchen isst. Der Geschmack ist auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man wie in Japan Senf oder Sojasoße dazu isst und es auf Reis serviert, dann ist es gar nicht mehr so schlimm :-) Ich empfand den Geschmack als sehr nussig und etwas bitter.

  1. b) Das ungewöhnlichste was ich mal gekocht bzw. zubereitet habe, war Nudel-Sushi.

Ich Dachte Sushi immer nur mit Reis ist doch auch langweilig, also habe ich mal eine neue Variante ausprobiert :-) Eine weitere Variante ist das Süße Sushi mit Kokosmilchreis und Früchten als Füllung … super lecker. Hier geht’s zu den Rezepten ‚http://my-little-japanese-world.blogspot.de/2013/04/japanese-meets-italian-pasta-bento.html“>Pasta Bento‘ und ‚http://my-little-japanese-world.blogspot.de/2014/06/sues-sushi.html“>Süßes Shushi‘.“

Rezept: Katsudon

ZUTATEN

2 Tassen Reis

3 Tassen Wasser

2 Tonkatsu (oder 2 Schweineschnitzel, Panko und 1 Ei)

2 Eier

200ml Dashi

3 EL Sojasoße

2 EL Mirin

2 EL Sake

1 Frühlingszwiebel

ZUBEREITUNG

Tonkatsu: Als erstes das Schweineschnitzel mit Ei und dem Panko (grobe Weißbrot-Crumbles) panieren, dazu 1 Ei auf einem tiefen Teller verquirlen und das Panko auf einen anderen Teller geben. Nun werden die Schnitzel erst in das Ei gelegt und danach mit dem Panko umhüllt. Im Anschluss werden die Schnitzel gebraten und in Streifen geschnitten.

Nebenbei kann der Reis schon gekocht werden. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

In einem Topf/Wok das Dashi, den Mirin, die Sojasoße und den Sake erhitzen. Wenn diese Mischung anfängt zu kochen die kleingeschnittene Frühlingszwiebel hinzugeben.

Nach 2 Minuten die Tonkatsustreifen in die Soße geben und 2 weitere Minuten kochen lassen.

Die  Eier verquirlen und in die Soße geben (nicht verrühren, sondern so aufkochen lassen). Die Hitze herunter stellen und das Ganze weitere 5 Minuten garen lassen.

Nun könnt Ihr das fertige Gericht auf Reis servieren. Itadakimasu!

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